Gerhardi Kunststofftechnik GmbH
 
 
 

Gasinnendruckverfahren

Als Besonderheit gegenüber dem konventionellen Spritzguss wird nach dem Einspritzen der Schmelze ein bleibender Hohlraum mittels eines inerten Druckgases (Stickstoff) in einem Formteil erzeugt. Hierbei werden im wesentlichen zwei Verfahren unterschieden: das Aufblasverfahren (Standard-GIT) und das Ausblasverfahren (Nebenkavitätenverfahren) bzw. Rückblasverfahren. Bei der Standard-GIT wird das Werkzeug zunächst teilweise mit Schmelze gefüllt, dann mit Hilfe des Prozessgases die Schmelzevorlage „aufgeblasen“ und damit das Formteil vollständig ausgeformt. Durch den Gasdruck im Inneren des Formteils wird die Schmelze an die Außenwände des Werkzeugs gedrückt, so dass sich ein Hohlkörper bildet. Beim Ausblas- bzw. Rückblasverfahren wird die Kavität zunächst komplett mit Schmelze gefüllt und im Anschluss die noch plastische Seele wieder "ausgeblasen". Das Ausblasen der Schmelze erfolgt in eine zusätzlich ins Werkzeug eingebrachte Überlaufkavität oder durch Zurückblasen in den Spritzzylinder. Welches Verfahren eingesetzt wird, bestimmt in erster Linie die Gestalt des Formteils. Weiterhin muss bei der Wahl des Verfahrens auch die Patentsituation berücksichtigt werden.

 

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